Beratung

Drucken

Sexualpsychologische Beratung bei partnerschaftlichen und sexuellen Beziehungsstörungen und Konflikten

Mediation in partnerschaftlichen Trennungsphasen

Sexualpsychologische Beratung bei juristischen Auseinandersetzungen

Sexualpsychologische Beratung für Autoren, Regisseure und Schauspieler

 

Sexualpsychologische Beratung bei partnerschaftlichen und sexuellen Beziehungsstörungen und Konflikten

Ein typischer Anlass für eine sexualpsychologische Beratung kann beispielsweise die Erörterung von partnerschaftlichen Beziehungskrisen aufgrund von Enttäuschungen, Vertrauensbrüchen oder Entfremdungen sein. Ursachen können in sexuellen Außenbetätigungen liegen, wie beispielsweise der Nutzung außergewöhnlicher Inhalte, Praktiken oder Gegenstände zur autoerotischen Stimulation (Selbstbefriedigung). Hierzu kann zum Beispiel das Tragen von Frauenunterwäsche bei Männern zählen, die das Anziehen von frauentypischen Dessous als sexuell erregend erleben (sog. transvestitischer Fetischismus). Andere Auslöser für Beziehungskrisen können sein: Pornographiekonsum, Prostitutionskontakte sowie Seitensprünge bzw. sexuelle Affären sowie sexuelle Außen- bzw. Parallelbeziehungen (er oder sie hat eine(n) Geliebte(n)). Genau so kann es auch um Enttäuschungszustände und Vertrauenskrisen durch unerfüllte Kinderwünsche gehen, etwa dann, wenn ein bestehender Kinderwunsch von einem der beiden Partner nicht geteilt wird. All diese Konflikte und Erschütterungen können im Rahmen einer sexualpsychologischen Beratung erörtert, bearbeitet und geklärt werden, wenn bei beiden Partnern der Wunsch nach einer Fortsetzung der partnerschaftlichen Sexualbeziehung gegeben ist.

Ziel einer solchen Paar- und Sexualberatung ist zunächst die Klärung der konfliktauslösenden Umstände und das Gewinnen von Transparenz bezüglich der Problemsituation. Häufig geht es zunächst um Aufklärung und Informationsvermittlung bezüglich der sexuellen Beziehungsproblematik und das Aufzeigen und gemeinsame Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten und partnerschaftlichen Perspektiven. Die Aufgabe des Paar- bzw. Sexualberaters besteht darin, mit dem Paar „zu Rate zu gehen“, verbale Auseinandersetzungen zu moderieren, Kommunikationsprobleme aufzuzeigen und Änderungsvorschläge zu unterbreiten. Der Paar- bzw. Sexualberater ist kein Problemlöser. Er trifft keine Entscheidungen, macht keine Vorgaben, erteilt keine Ratschläge und gibt auch keine Anweisungen
 oder Tipps. Er bietet dem Paar einen geschützten Rahmen für eine moderierte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Konflikten und Problemen. Ziel dieser Vorgehensweise ist die Vermeidung von verbalen oder sogar handgreiflichen Konflikteskalationen durch die Moderation einer professionellen, allparteilichen, neutralen, dritten Person. 


Eine Lösung von partnerschaftlichen und sexuellen Beziehungsstörungen ist nur dann möglich, wenn beide Partner ein Problembewusstsein haben und an einer gemeinsamen Konfliktlösung interessiert sind. Daraus wird ersichtlich, dass sexualpsychologische Beratung sachimmanent immer Paarberatung ist.
Nichts desto minder ist auch sexualpsychologische Einzelberatung möglich, insbesondere dann, wenn partnerschaftliche und / oder sexuelle Kontaktprobleme vorliegen und kein Partner vorhanden ist (Single-Beratung) oder wenn sich ein vorhandener Partner nicht an einer Problemlösung in Form einer Paar- und Sexualberatung beteiligen möchte.

Die sexualpsychologische Beratung bei partnerschaftlichen und sexuellen Beziehungsstörungen und Konflikten ist 
 für sich allein genommen noch keine Heilbehandlung bzw. dient nicht der therapeutischen Beeinflussung von krankheitswerten Störungen des partnerschaftlichen und sexuellen Erlebens- und Verhaltens. Sie geht aber in aller Regel einer paar- bzw. sexualpsychologischen Behandlung (Paar- und Sexualtherapie) in Form einer so genannten „Ziel- und Werteklärung“ voraus. Siehe hierzu den Menuepunkt „Behandlung“!

Mediation in partnerschaftlichen Trennungsphasen

So schön, wie es ist, sich zu verlieben und als Paar zusammen zu kommen, so wichtig ist es, im Falle einer Trennung, gesund auseinander zu kommen. Ein gelungenes Beenden von Beziehungen ist genau so wichtig für die psychische Gesundheit, wie ein gelungenes Beginnen einer Beziehung. Das Beginnen gelingt den meisten Menschen gut - das Beenden den wenigsten. Meistens wird eine authentische Auseinandersetzung mit den trennungsauslösenden Konflikten vermieden. Es kommt zu keiner echten Aussprache. Verletzte Gefühle bleiben unverarbeitet. Der gesamte Konflikt wird auf dem Schauplatz juristischer Auseinandersetzungen um materielle Güter oder – noch schlimmer – dem Sorgerecht für gemeinsame Kinder ausgetragen. Diese Verlagerung eines partnerschaftlichen Beziehungskonfliktes im Zuge einer Trennung auf eine juristische Ebene löste die eigentlichen Probleme nicht, verschlimmert oft noch die gegenseitigen Verletzungen und kostet für beide beteiligten Personen Kraft und Geld, welche besser in eine Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Beziehungskonflikt investiert werden könnten. Die sexualpsychologische Mediation in partnerschaftlichen Trennungsphasen ist grundsätzlich ausgangsoffen. Sie verfolgt nicht das Ziel, eine zerbrochene Beziehung mit psychologischen Methoden zu reparieren. Es geht allein um die Unterstützung des Paares im Prozess einer möglichst gesunden Auseinandersetzung.


Sexualpsychologische Beratung bei juristischen Auseinandersetzungen

Dieses Angebot bezieht sich auf die psychologische Umgangsweise mit juristischen Auseinandersetzungen, beispielsweise bei Anträgen auf Entziehung des Umgangs- und / oder Sorgerechtes für gemeinsame Kinder, in denen der Verdacht des Konsums von Kinderpornographie oder der Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs im Raume steht (Zivilrecht). Ebenso richtet sich dieses Angebot an Personen, die Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens geworden sind oder bei denen bereits eine Strafanzeige wegen des Konsums von Kinderpornografie oder wegen des Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs erfolgt ist (Strafrecht). Hier kann es sowohl um die Klärung der fraglichen Tatvorwürfe im Rahmen einer partnerschaftlichen Auseinandersetzung gehen (häufig sind die Partnerinnen von Männern, die solche Strafanzeigen erhalten, vollkommen überrascht und haben nichts geahnt). In der Regel sind sowohl der betroffene Mann als auch seine Partnerin bzw. sein Partner überfordert mit der Kommunikation über die problematischen Inhalte, welche zur Ermittlung oder Strafanzeige geführt haben. Hier kann sexualpsychologische Beratung bei juristischen Auseinandersetzungen Hilfestellung für den gemeinsamen Umgang mit Problemsituation bieten. Dies beinhaltet sowohl die offene Ansprache des ursächlichen Problemverhaltens, als auch die Erarbeitung gemeinsamer Bewältigungsstrategien für das Paar.
Sexualpsychologische Beratung bei juristischen Auseinandersetzungen ist keine Rechtsberatung und kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen. Viel mehr handelt es sich um ein komplementäres, psychologisches Angebot, welches die sozialen und emotionalen Konsequenzen juristischen Auseinandersetzungen fokussiert.


Sexualpsychologische Beratung für Autoren, Regisseure und Schauspieler

Bei diesem Angebot geht es um die sexualpsychologische Beratung bei Büchern, Drehbüchern, Theater und Hörfunkproduktionen sowie Kino- und TV-Produktionen, in denen es in irgendeiner Art und Weise um das Thema Sexualität geht. Gegenstand des Angebotes ist die Prüfung der dargestellten Themen, Figuren, Inhalte und Handlungsverläufe aus sexualpsychologischer Perspektive. Hierbei geht es zum einen um die fachliche Richtigkeit der dargestellten Informationen und Personen, als auch um die sexualpsychologische Konsistenz von Figuren und Handlungsverläufen. Die Beratung erstreckt sich von der Prüfung von Manuskripten, Drehbüchern und Szenen, über Darstellungs- und Ablaufvorschläge, bis hin zur Einstimmung und Begleitung von Darstellern bei der Übernahme einer entsprechenden Rolle bzw. Einarbeitung in eine entsprechende Figur. Das Themenspektrum erstreckt sich hier beispielsweise über  die Bereiche sexuelle Funktionsstörungen, Transsexualität, Exhibitionismus, sexuelle Übergriffe, sexueller Kindesmissbrauch, Pädophilie, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung, bis hin zum echten oder anscheinenden Sexualmord.